Umjubelte Sandkorn-Premiere: "Großer Stein vom Herzen gefallen"

Karlsruhe (che) Die erste Premiere des neuen Sandkorn-Theaters "Wir schaffen das!" war erfolgreich. Im Interview mit regio-news.de zieht der künstlerische Leiter Erik Rastetter eine Bilanz des Abends und blickt auf die nächsten Schritte und Stücke im "Sandkorn" voraus.

"Das erste Glanzlicht"

Herr Rastetter, gestern Abend fand die Premiere Ihres Stückes "Wir schaffen das!" im neuen Sandkorn-Theater statt. Wie ist es aus Ihrer Sicht - als künstlerischer Leiter und Regisseur - gelaufen?

Nachdem sich der Neustart des Sandkorn-Theaters in einer unheimlich kurzen Zeit von drei Monaten entwickelt hat, in der unglaublich viel geschehen ist, war diese Premiere sozusagen das erste Glanzlicht. Es ist alles sehr glatt gelaufen, wir hatten tolle Zuschauerreaktionen, ich bin sehr, sehr zufrieden.

Eine ausverkaufte Premiere ist ein gewaltiger Vertrauensvorschuss. Was hat das Publikum denn nach der Aufführung gesagt?

Ich habe heute morgen schon einige E-Mails gelesen, in der Zuschauer ihre Freude und Begeisterung über den Abend mitteilen wollten. Das hat mich sehr gefreut, dass direkt Reaktionen kamen. Auch in den Gesprächen, ohne uns selbst auf die Schulter zu klopfen, haben die Menschen sehr positiv auf "Wir schaffen das!" reagiert und wollten es unbedingt weiterempfehlen. Das ist natürlich das Schönste, was einem so jungen Theater passieren kann.

Wie geht es im Spielplan in den nächsten Wochen weiter?

Wir haben einige schöne Pfeile im Köcher. Am 20. Januar kommt als Gastspiel das Programm "Murzarellass Music-Puppet-Show" in Sandkorn-Theater. Die nächste Hausproduktion ist das Stück "Die Welle" vom Jugendclub, in dem Menschen im Alter von 14 bis 20 Jahren Erfahrungen sammeln können. Diese Premiere ist am 21. Februar. Anfang März gibt es ein Kinderstück über einen Schneemann und im April kommt etwas ganz Besonderes: da machen wir zum 50-jährigen Jubiläum des Jahres 1968 ein multmediales Projekt mit sehr viel Musik.

"Es macht irrsinnig viel Spaß"

Das Sandkorn-Theater befindet sich nach der Insolvenz vergangenen Herbst immer noch im Konsolidierungs-Prozess. Wie läuft es denn hinter den Kulissen derzeit?

Wir haben in den ersten drei Monaten nach dem 1. Oktober unsere beiden Bühnen renoviert. Das waren die ersten größeren Maßnahmen. Im Hintergrund ist allerdings weiterhin noch Einiges zu tun: in den Garderoben müssen wir auch noch renovieren und dafür brauchen wir noch viel Energie, Zeit und natürlich auch finanzielle Mittel, aber wir sind da guter Dinge. Es macht irrsinnig viel Spaß, wir haben ein hoch motiviertes Team und von Außen viele Unterstützer und Förderer, ohne die es auch gar nicht gehen würde.

Wie ist denn die Stimmung im Team? Spürt man, dass alle an einem Strang ziehen und das Sandkorn-Theater wieder in die richtigen Bahnen lenken wollen?

Auf vielen Ebenen herrscht eine ganz tolle Atmosphäre, ein Geist des Zusammenwirkens. Sei es im Theaterbüro, wo viele organisatorische Fragen auflaufen, die es zu bewältigen gilt, oder auch im technischen Bereich. Bei den Künstlern war gerade gestern nach der Premiere die Stimmung toll.

Für Sie waren es sich auch stressige Monate seit Oktober. Wie geht es Ihnen nach der Premiere?

Mir ist gestern Abend ein großer Stein vom Herzen gefallen, weil die Anspannung natürlich groß war: das neue Haus auf Vordermann zu bringen und zeitnah eine Premiere als Regisseur zu machen, sind besondere Umstände. Nachdem es so gut gelaufen ist, fühle ich mich sehr erleichtert und gehe jetzt gerne an die nächste Aufgabe.

Wer sich über den Spielplan informieren möchte, kann dies auf der Homepage des Sandkorn-Theaters tun. Erik Rastetter rät allerdings zur Eile: die Nachfrage nach Karten für "Wir schaffen das!" ist nach umjubelten Premiere groß.

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