Unfallstelle

Philippsburg (dpa) - Vier Menschen sind beim Zusammenstoß eines Kleinflugzeugs mit einem Hubschrauber bei Philippsburg gestorben. Das bestätigte die Polizei. Womöglich handele es sich um einen Rettungshubschrauber, sagte ein Sprecher der Polizei.

Update 18:22 Uhr

Wie die Polizei in einer eigens einberufenen Pressekonferenz in Oberhausen mitteilte, war das Kleinflugzeug von einer Flugschule in Baser gestartet und vom Typ Piper. Die vier Todesopfer sind die beiden Helikopterpiloten sowie zwei Insassen des Flugzeugs. Eine der vier Leichen wurde bereits abtransportiert, nach den anderen Opfern wird noch gesucht. Der Einsatz der Polizei kann noch bis tief in die Nacht dauern. Ein Zeuge hatte vor dem Unfall beobachtet, wie die Piper aus den Wolken kam und mit dem Helikopter zusammenstieß.

Vier Todesopfer bei Absturz

Ob außer den beiden Piloten weitere Menschen an Bord waren, konnte der Polizeisprecher zunächst nicht sagen. Beide Maschinen seien zwischen Rheinhausen und dem Erlichsee abgestürzt. Die Unfallstelle befindet sich ersten Angaben zufolge in der Nähe eines Kieswerks. Wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, ist noch völlig unklar.

Zunächst war unklar, ob die Maschinen in der Luft über bewohntem oder unbewohntem Gebiet zusammenstießen. Philippsburg, das im Norden des Landkreises Karlsruhe liegt, ist als Standort eines Atomkraftwerks bekannt. Die Stadt hat mehr als 13 000 Einwohner.

Zusammenstöße von Flugzeugen sind äußerst selten. Meist ist bei Unfällen nur ein Flugzeug betroffen. Zu einem der größten Unglücke dieser Art kam es 2002 in der Nähe von Überlingen, als beim Zusammenstoß eines Fracht- und eines Passagierflugzeuges in großer Höhe Dutzende Menschen starben.

Update 14:58 Uhr: Pressemitteilung der DRF Luftrettung

Heute Mittag ist ein Hubschrauber der DRF Luftrettung in der Nähe von Speyer während eines Trainingsflugs mit einem Kleinflugzeug kollidiert und abgestürzt. Nach jetzigem Kenntnisstand sind die beiden Piloten der DRF Luftrettung sowie zwei Insassen des Kleinflugzeugs ums Leben gekommen. Die Unfallursache ist noch völlig offen. Das Luftfahrtbundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits von der DRF Luftrettung informiert und werden Ermittlungen aufnehmen. Auch die Polizei wird bei ihren behördlichen Untersuchungen von der DRF Luftrettung intensiv unterstützt, um die Unfallursache schnellstmöglich zu ermitteln. Die DRF Luftrettung ist durch den tragischen Unfall zutiefst betroffen und trauert um die Verstorbenen. In Gedanken sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Luftrettungsorganisation bei deren Angehörigen.

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