Unglücksmaschine funkte an Tower: "Ich sehe keinen Hubschrauber"

Oberhausen-Rheinhausen (che) Nach dem tragischen Flugzeugunglück bei Philippsburg geht die Suche nach der Ursache heute weiter. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wollen herausfinden, wie es zu dem Zusammenstoß zwischen dem Sportflugzeug und dem Hubschrauber kommen konnte.

Update 13:28 Uhr

Die beiden Piloten sollen kurz vor dem Unglück Kontakt zum nahe gelegenen Flugplatz in Speyer gehabt haben. Das bestätigte der Geschäftsführer des Airports dem SWR. Er hatte die Piloten des Sportflugzeugs, dass sich im Landeanflug auf den Speyrer Flugplatz befand, auf den Hubschrauber hingewiesen. Der Pilot soll mit den Worten "Ich sehe keinen Hubschrauber" geantwortet haben. Wenige Augenblicke danach kam es zum Zusammenstoß.

Update 10:16 Uhr

Die Polizei Karlsruhe hat am Vormittag den offiziellen Bericht zum Flugzeugunglück veröffentlicht, aus dem mehr Details zu dem Unfall hervorgehen. Bei den Todesopfern aus dem Hubschrauber vom Typ Airbus EC135 H handelt es sich um den 46-jährigen Piloten und den 27 Jahre alten Co-Piloten, die beide aus Bayern stammen. Das Sportflugzeug Piper PA28 war mit zwei Schweizern besetzt, dem 61-jährigen Piloten und seinem 48-jährigen Flugschüler, die ebenfalls ums Leben kamen.

Leichen sollen obduziert werden

Die Absturzstelle erstreckt sich nach Polizeiangaben über mehrere Hundert Quadratmeter. Die Rumpfteile der beiden Maschinen lagen nach dem Unglück etwa 100 Meter auseinander. Über 200 Einsatzkräfte waren bis in die Nacht vor Ort, darunter auch 20 Notfallseelsorger, die an der Unfallstelle die Helfer betreuten. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat die Obduktion aller Leichen beantragt. Die Suchmaßnahmen nach größeren Wrackteilen wie dem Höhenruder und einer Tragfläche werden heute fortgesetzt.

Unglücksursache weiter unklar

Hinter den Einsatzkräften in Oberhausen-Rheinhausen liegt eine lange Nacht. Stunden waren Polizei, Feuerwehr und THW damit beschäftigt, die Unfallstelle abzusichern. Bei der Kollision zwischen dem Kleinflugzeug und dem Hubschrauber der Deuschen Luftrettung (DRF) waren Wrackteile auf die nahen Felder und auch in den Erlichsee gestürzt. Das macht die Suche nach der Unglücksursache nicht einfacher. Erschwerend kommt hinzu, dass weder das Flugzeug noch der Helikopter über einen Flugschreiber verfügen, sodass auch die Flugdaten keinen Aufschluss über den Unfall geben können.

Keine Überlebenden bei Kollision in der Luft

Eine Zeuge hat die Maschine vom Typ Piper kurz vor dem Zusammenstoß aus der Wolkendecke kommen sehen. Kurz darauf sei sie mit dem Hubschrauber kollidiert. Das Flugzeug war in Basel gestartet und war auf dem Weg nach Speyer. Der DRF-Helikopter befand sich auf einem Trainingsflug vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden aus. Bei dem Unfall sind vier Menschen ums Leben gekommen. Dabei handelt es sich um die beiden Hubschrauber-Piloten und die zwei Insassen des Sportflugzeugs. Inzwischen wurden alle vier Leichen geborgen und identifiziert.

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