Schock bei der SG Malsch: "Fast 100.000 Euro Schaden nicht gedeckt"

Malsch (che) Der Brand im Schützenhaus Malsch hat das Gebäude nahezu komplett zerstört. Zwar übernimmt die Versicherung den Schaden am Haus, auf dem Inventar und damit einem Schaden von bis zu 100.000 bleibt die SG Malsch jedoch sitzen und will jetzt ein Spendenkonto einrichten.

Bis zu 500.000 Euro Schaden

"Ein paar neue Fenster und ein bis zwei Eimer Farbe werden nicht ausreichen, um unser Schützenhaus wieder herzurichten", schreibt Oberschützenmeister Peter Kunz auf der Homepage der SG Malsch. Nach der Begehung mit den Sachverständigen am Montag ist klar: der Gesamtschaden wird zwischen 300.000 und 500.000 Euro betragen. Die Gaststätte ist komplett abgebrannt, auch die Küche mit Wohnraum fiel den Flammen zum Opfer. Die Feuerwehr konnte durch ihren schnellen Einsatz immerhin die Sport- und Waffenkammer der Schützengesellschaft retten.

Inventar war nicht durch Versicherung abgedeckt

Problematisch wird für die SG Malsch allerdings der entstandene Schaden am Inventar des Gebäudes: "Die bittere Wahrheit: Wir rechnen da mit einem Schaden zwischen 70.000 und 100.000 Euro, der durch die Versicherung nicht gedeckt ist", berichtet Kunz nach der Begehung. "Im Moment brauchen wir eigentlich fast alles, was man eben zur Renovierung braucht. Allerdings haben wir momentan auch keine Lagermöglichkeiten da oben", erklärt Kunz weiter. Es sei auch noch nicht klar, ob der gerettete Gebäudeteil renoviert werden könne oder ob doch die Abrissbagger anrollen müssen.

Neuer Schießstand war erst wenige Tage in Betrieb

"97 Jahre Tradition, Geschichte und Geschichten zerstört", so der Oberschützenmeister. "Das Vereinsheim: weg. Die vielen geleisteten Arbeitsstunden: weg. Der mühevoll sanierte 50-Meter-Stand: weg." Ironischerweise sei der erst Montags vor dem Brand neu abgenommen worden. "Die Anteilnahme in Malsch war groß und wir haben viele Menschen getroffen, die ein letztes Mal zu ihrem Schützenhaus gepilgert sind. Die meisten verbinden viele Erinnerungen und viele schöne Stunden mit dem Haus."

"Wir werden uns nicht unterkriegen lassen"

Die SG Malsch wird in dieser Woche ein Spendenkonto einrichten (www.sg-malsch.de) und hofft auf finanzielle Unterstützung vieler Schützenfreunde. "Was auch hilfreich wäre, wenn sich vielleicht der ein oder andere melden würde, der als Vereinsvorsitzender oder Verwaltung so etwas schon miterlebt hat und uns mit ein paar Ratschlägen zur Seite stehen könnte", bittet Peter Kunz um gute Tipps für den Wiederaufbau. "Wie alles weitergeht, weiß zum jetzigen Zeitpunkt natürlich niemand. Sicher ist, wir werden uns nicht unterkriegen lassen", verspricht der Oberschützenmeister.

Defekt an Gebäudeinstallation wahrscheinliche Ursache

Am Mittwochnachmittag meldet die Polizei das vorläufige Ergebnis eines Brandursachengutachters. Demnach wird nach aktuellem Kenntnisstand ein elektrotechnischer Defekt an der Gebäudeinstallation als wahrscheinliche Brandursache angenommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung oder auf anderweitige Ursachen haben sich nicht ergeben.

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