"Mangelhafte Vorbereitung": Kritik an Sanierung der Rheinbrücke

Karlsruhe/Südpfalz (che) Vor der Sanierung der Rheinbrücke gibt es erneut Kritik an den Vorbereitungen der Verantwortlichen. Zwei CDU-Politiker aus der Südpfalz bemängeln die Planungen für eine Aufstockung des öffentlichen Nahverkehrs und bezeichnen den aktuellen Stand als "erschreckend".

Vorbereitungen auf Sanierung "mangelhaft"

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart (CDU) und sein Landtagskollege Martin Brandl sind noch immer ernüchtert aufgrund der "mangelhaften Vorbereitungen für die anstehende Sanierung der Rheibrücke zwischen Wörth und Karlsruhe". In einem ersten Termin wurden die beiden Politiker neben anderen Vertretern über dan aktuellen Stand informiert. Gebhart und Brandl bemängeln auch nach der Besprechung, dass die handelnden Behörden viel zu spät die Tragweite der Ertüchtigungsmaßnahme erkannt hätten.

Politiker sprechen von Armutszeugnis

"Es ist ein Armutszeugnis, dass wenige Monate vor den ersten Verkehrseinschränkungen noch nicht einmal belastbare Kapazitätsberechnungen, geschweige denn ein ÖPNV-Konzept vorliegen", ärgert sich Gebhart. "Die Engpässe sind schon lange bekannt, aber scheinbar hat das im Regierungspräsidium Karlsruhe niemanden interessiert. Es ist zudem erschreckend, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung die Interessen der pfälzischen Pendler ebenfalls nicht offensiv vertreten hat. Sonst wäre der Planungsstand nicht dermaßen unterentwickelt."

Sanierungsverfahren steht in der Kritik

Martin Brandl kritisiert das technische Sanierungsverfahren, das weiter umstritten bleibt: "Ich habe schon Ende 2016 eine erneute Überprüfung des Ertüchtigungsverfahrens gefordert. Ich halte das Verfahren für wenig erprobt und im Hinblick auf die technischen Anforderungen und verkehrlichen Einschränkungen für massiv pendlerfeindlich", so Brandl. "Dass letzten Mittwoch nun die Rede von einem 'Vorzeigeprojekt' war, nährt weiter den Verdacht, dass es im Besonderen um die Erprobung eines neuen Verfahrens, statt um die Schonung der Pendler geht."

Verkehrsbelastung in Germersheim könnte stark zunehmen

Zeitweise überschneidet sich die Sanierung auf der Karlsruher Rheinbrücke mit der Vollsperrung der Rheinbrücke in Speyer. Dies wird von den Verantwortlichen allerdings nicht als Problem angesehen, obwohl die beiden Baustellen aus Sicht der Christdemokraten für eine zusätzliche Verkehrsbelastung der Rheinbrücke in Germersheims sorgen würden. "Wir sind entsetzt über den Planungsstand der Maßnahme im Hinblick auf die Auswirkungen für die Pendler. Man hat den Eindruck gewonnen, dass das verantwortliche Regierungspräsidium viel zu lange die Augen verschlossen hat, wenn es um die Belange der Pendler geht", so Gebhart und Brandl abschließend.

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