Gemeinderat Karlsruhe: Kostensteigerung der Kombilösung nur eine "Prognose"

Karlsruhe (ame) Die Kosten für die Karlsruher Kombilösung liegen mittlerweile bei 1,2 Milliarden Euro. Mit diesem enormen Anstieg allein im Jahr 2017 um 117 Millionen Euro hat sich heute (Dienstag) der Karlsruher Gemeinderat befasst. Oberbürgermeister Frank Mentrup machte deutlich, dass es sich dabei weiterhin noch um eine Prognose handelt.

Verhandlungen laufen noch

Noch ist unklar, wie viel von den gestiegenen Kosten für das Jahrhundertprojekt Kombilösung die Stadt selbst tragen muss. Derzeit stünden noch Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg an, wie in der Gemeinderatssitzung erläutert wird. Offensichtlich könnte, nach aktuellem Sachstand, mehr als die ursprünglich zugesagte Fördersumme von 100 Millionen Euro vom Land übernommen werden. Laut Stadt habe vor allem die Entsorgung des zum Teil aluminiumbelasteten Aushubmaterials für die Steigerung der Kosten gesorgt. Und auch der sogenannte Druckluftvortrieb des Tunnels Karl-Friedrich-Straße habe aus Sicherheitsgründen länger gedauert und deshalb höhere Investitionen verursacht. Stadtoberhaupt Mentrup wies bei der Gemeinderatssitzung darauf hin, dass es sich bei den genannten Zahlen nach wie vor um eine Prognose handele und die genauen Kosten erst am Ende beziffert werden können. 

Kritik von Linken und Grünen

Neben den Verhandlungen mit dem Land laufen derzeit aber auch noch Streitgespräche mit der Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel. Diese Gespräche betreffen erbrachte Bauleistungen und sollen im besten Fall außergerichtlich geklärt werden, um Kosten für Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Kritisiert wurde die Verteuerung des Jahrhundertprojekts im Karlsruher Gemeinderat von den Linken und den Grünen. Beide Fraktionen hatten angemerkt, dass eine Steigerung von mehr als zehn Prozent in nur einem Jahr nicht hinnehmbar sei, betrachte man den Fakt, dass Karlsruhe immer mehr Sozialleistung streicht. Positiv gegenüber den Verantwortlichen äußerten sich die Stadträte Tilman Pfannkuch (CDU), Michael Zeh (SPD) und Tom Hoyem (FDP). Letzterer brachte den Einwand, dass man nicht ein bisschen schwanger sein und man auch nicht ein bisschen Kombilösung bauen könne.

 

 

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