Gläubiger machen Weg für Übernahme von Paracelsus-Kliniken frei

Der Weg für die geplante Übernahme der insolventen Klinikgruppe Paracelsus durch einen Schweizer Investor ist frei. Die Gläubigerversammlung des Konzerns stimmte dem Insolvenzplan mit einem Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Porterhouse Group AG zu, wie Paracelsus am Mittwoch mitteilte. Auch das Kartellamt habe der Übernahme bereits seinen Segen gegeben. In einem formalen Schritt muss jetzt noch das zuständige Amtsgericht Osnabrück dem Plan zustimmen. Nach derzeitiger Planung fallen der Sanierung 400 Stellen zum Opfer, davon 200 in Karlsruhe.

400 Stellen fallen weg, 200 davon in Karlsruhe

Der Klinikkonzern mit Sitz in Osnabrück hatte kurz vor Weihnachten Insolvenz angemeldet. Vor allem in der Krankenhaussparte schrieb Paracelsus Verluste - in den Reha-Kliniken lief es besser. Einige Paracelsus-Krankenhäuser hätten zu viele, zu kleine Fachabteilungen, hatte der Leiter der Sanierung, Reinhard Wichels, kurz nach Beginn des Insolvenzverfahrens gesagt. Im vergangenen Jahr fuhr der Konzern nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenverlust ein.

Standort Karlsruhe keine Chance

Inzwischen hat Paracelsus umgebaut. Fast alle der rund 40 medizinischen Einrichtungen des Konzerns sollen dem Unternehmen zufolge nach dem Verkauf erhalten bleiben. Lediglich eine Klinik in Karlsruhe werde geschlossen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Zukunft einer Rehaklinik im rheinland-pfälzischen Bad Münster sei noch offen. In Karlsruhe hatte es unter anderem 2015 einen Skandal um verunreinigtes OP-Besteck gegeben. Die Paracelsus-Gruppe wird nach der Insolvenz voraussichtlich noch rund 4800 Mitarbeiter haben.

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