Künstliche Intelligenz zur Ermittlung von Umwelteinflüssen auf Bienenvölker

Karlsruhe (pm/er) - Das Unternehmen apic.ai rettet Bienen mit künstlicher Intelligenz. Hinter dem Gründungsvorhaben stehen Katharina Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Gründerlabors „G-Lab“ der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Matthias Diehl, der am FZI Forschungszentrum Informatik im Bereich Elektrotechnik promoviert, und Informatikstudent Frederic Tausch vom KIT. Das Team nutzt intelligente Software und neuronale Netze, um Imkern die Arbeit zu erleichtern und damit Bienenvölkern zu helfen.

 

Dazu haben die Gründer ein System entwickelt, mit dem Bienen bei der Ankunft und beim Verlassen ihrer Bienenstöcke visuell erfasst werden. Mit Hilfe lernender Algorithmen werden die generierten Bilddaten anschließend softwareseitig ausgewertet. „Durch die Vernetzung der Informationen aus verschiedenen Bienenstöcken erhalten wir neuartige Erkenntnisse über die synergetische Beziehung zwischen Bienen und Natur“, so Katharina Schmidt, „derzeit sind wir auf der Suche nach Partnerunternehmen der TechnologieRegion, die uns bei unserem Pilotprojekt zum Erhalt der biologischen Vielfalt unterstützen.“

Die landesweite Elevator-Pitch-Wettbewerbsreihe des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bietet Gründungswilligen sowie Gründern eine attraktive Plattform, um ihre Geschäftsidee vor einer regionalen Jury und einem Publikum aus regionalen Institutionen, potenziellen Investoren, Geschäftspartnern und Kunden in einem dreiminütigen „Pitch“ zu präsentieren. Die fünfte Wettbewerbsrunde startete im Oktober 2017 und macht an 15 Orten in ganz Baden-Württemberg Halt, am 6. Juni 2018 fand der Regional Cup Karlsruhe statt. Beworben hatten sich dazu 21 Gründungsprojekte, von denen zehn für eine Präsentation eingeladen wurden. Das Start-up apic.ai konnte diesen Regionalwettbewerb für sich entscheiden und wird Karlsruhe im Landesfinale des Wettbewerbs am 21. Juni 2018 in Stuttgart vertreten.

„Für uns an der Hochschule Karlsruhe ist nicht nur der 1. Preis für eines unserer Existenzgründungsprojekte ein großer Erfolg“, so Prof. Dr. Carsten Hahn, Leiter des dortigen G-Lab, „sondern waren mit insgesamt drei Projekten bei der Ausscheidung vertreten, und konnten die ersten beiden Plätze belegen. Das ist ein klares Zeichen für die Weiterentwicklung an der Hochschule in Sachen Förderung von Existenzgründungen.“

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