Kriegsspiele in Karlsruher Ditib-Moschee: CDU Karlsruhe fordert Aufklärung

Karlsruhe (pm/er) - Die CDU Karlsruhe fordert in einer Pressemitteilung von der Karlsruher Ditib-Gemeinde Aufklärung zu einem Bericht der nordrhein-westfälischen Landesregierung, wonach es im Jahr 2017 auch in der Karlsruher Ditib-Moschee eine Aufführung mit Kriegsspielen gegeben haben soll.

„Es ist inakzeptabel und untragbar, kleine Kinder für solche kriegs- und gewaltverherrlichenden Spiele zu missbrauchen und dieser Vorfall hat in Karlsruhe vor dem Hintergrund des geplanten Neubaus einer Ditib-Großmoschee in der Oststadt eine besondere Relevanz“, erklärt der CDU-Kreisvorsitzende Ingo Wellenreuther MdB.

Im April dieses Jahres hatte es bundesweit Aufregung gegeben, nachdem bei Facebook ein Video zu sehen war, das zeigt, wie Kinder in der Ditib-Moschee in Herford mit Waffenattrappen und in Kampfuniformen mit großer Ernsthaftigkeit eine militärische Parade absolvieren, schreibt die CDU in ihrer Pressemeldung weiter.  Ein erwachsenes Publikum nimmt daran regen Anteil und spendet Beifall. Bei der Veranstaltung handelte es sich offenbar um eine Märtyrer-Gedenkfeier an die Schlacht im März 1915 um Gallipoli im Ersten Weltkrieg, bei der sich die Truppen des damaligen Osmanischen Reiches gegen ein Expeditionskorps der Entente-Mächte durchsetzten, schreibt der nordrhein-westfälische Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) in einem Bericht an den Integrationsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags.

Nach Auskunft des Ministers Stamp handelt es sich bei dieser Aufführung nicht um einen Einzelfall. Neben fünf weiteren Aufführungen in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2014 bis 2018 sowie drei im benachbarten europäischen Ausland (2015 bis 2017) gab es solche Vorfälle auch in Baden-Württemberg und zwar in Calw (2017), Heilbronn, Güglingen, Eppingen (jeweils 2018) und Karlsruhe (2017).

CDU fordert Stellungnahme der Stadt

 „Wir fordern zum einen eine Stellungnahme von Ditib Karlsruhe zu dieser Aufführung von Kriegsspielen. Zum anderen muss die Stadtverwaltung erklären, ob bzw. seit wann sie von diesem Vorfall Kenntnis hatte und ob sie vor dem Hintergrund dieser Ereignisse den Moschee-Neubau in der Oststadt auch weiterhin politisch unterstützen und fördern will“, so Wellenreuther und Stadträtin Dr. Rahsan Dogan, Mitglied des geschäftsführenden Kreisvorstands.

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