augenzentrum-pforzheim_feb18.jpg

 

Stuttgart (dnw). „Über 120 Mitglieder weltweit, Regionen und Städte, in denen über 700 Millionen Menschen wohnen und die ein Bruttoinlandsprodukt von 19,1 Billionen US-Dollar repräsentieren: Das ist eine starke Lobby für den Klimaschutz und ein hoffnungsvolles Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel.

Das von uns gemeinsam mit Kalifornien ins Leben gerufene Klimaschutzbündnis der Regionen ‚Under2MoU‘ ist zu einer internationalen Marke geworden“, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. „Das gibt echten zusätzlichen Schub für den weltweiten Klimaschutz.“

Erst im Mai 2015 hatten Baden-Württemberg und Kalifornien gemeinsam das regionale Klimaschutzbündnis „Under2MoU“ initiiert. „Diese beitrittsoffene Vereinbarung zwischen Regionen aus aller Welt ist eine echte und in dieser Dimension überraschende Erfolgsgeschichte geworden. Es repräsentiert eine größere Wirtschaftskraft als die der Vereinigten Staaten, rund 10 Prozent der Weltbevölkerung und zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz alle angeht. Wir können nur gemeinsam erfolgreich gegen den Klimawandel sein“, ergänzte Umweltminister Franz Untersteller.

In Deutschland sind die Länder Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein der Vereinbarung beigetreten. Große Städte wie Mexico City und New York sind dabei, ebenso weniger dicht besiedelte Regionen wie Acre in Brasilien, Loreto in Peru oder South Australia in Australien. Umweltminister Franz Untersteller geht davon aus, dass im Laufe der kommenden Monate weitere Mitglieder hinzukommen: „Es ist uns gelungen, auf der Ebene unterhalb der Nationalstaaten ein eindrucksvolles Bündnis für den Klimaschutz zu schnüren, in dem eine große Bereitschaft und eine enorme Kraft für den Kampf gegen den Klimawandel steckt. Im kommenden Jahr werden wir auf diesem Weg selbstverständlich weitergehen, wir werden versuchen noch mehr Partner zu finden und wir werden das ‚Under2MoU‘ als Plattform nutzen, um in den Regionen konkrete Schritte für den Klimaschutz weltweit zu initiieren.“

Weltklimakonferenz in Paris mit ermutigendem Ergebnis
Gemeinsam bewerteten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller auch die am Wochenende zu Ende gegangene Weltklimakonferenz in Paris, auf der es erstmalig gelungen ist, einen internationalen Klimavertrag abzuschließen, der alle Staaten zum Klimaschutz verpflichtet. Kretschmann und Untersteller hoben die wertvolle Signalwirkung dieser Einigung hervor: „Der Vertrag kommt spät, aber hoffentlich nicht zu spät.“ Jetzt gehe es darum, dass alle die in Paris definierte Verantwortung auch wahrnehmen und Klimaschutzmaßnahmen in ihrem jeweiligen Land ergreifen. „In den kommenden 30 Jahren muss uns der vollständige Umstieg in eine klimafreundliche Wirtschaft und Gesellschaft gelingen“, betonte der Ministerpräsident.

Ministerpräsident Kretschmann lobte die Entschlossenheit der Staatengemeinschaft, jetzt endlich weitgehend geschlossen gegen den Klimawandel vorzugehen und damit aktiv der Erderwärmung, Naturkatastrophen und Flüchtlingsbewegungen vorzubeugen: „Es scheint, dass sich endlich die Erkenntnis durchsetzt, dass Klimaschutz nichts anderes bedeutet als die Zukunft der Erde und nachfolgender Generationen zu sichern. Das betrifft nicht nur Deutschland, die USA oder die westliche Welt. Das betrifft alle, ob in Europa, Amerika, Asien, Afrika oder in Australien. Klimaschutz bedarf großer Investitionen, aber wir können es uns nicht leisten darauf zu verzichten.“ Klimaschutz beinhalte zugleich enorme Chancen, beispielsweise durch die Weiterentwicklung neuer Wirtschaftszweige wie der der erneuerbaren Energien oder der Effizienztechnologien. Klimaschutz und wirtschaftliche Prosperität könnten so Hand in Hand gehen.

Umweltminister Franz Untersteller sieht in dem nach zweiwöchigen Verhandlungen zu Stande gekommenen Weltklimavertrag ebenfalls ermutigende Zeichen: „Es ist gelungen, die sehr unterschiedlichen Ausgangssituationen und Interessen der internationalen Staatengemeinschaft - von Entwicklungs- und Schwellenländern genauso wie von hoch industrialisierten Staaten - unter einen Hut zu bekommen. Auch wenn ich mir mehr Verbindlichkeit und mehr Konkretes gewünscht hätte und für nötig halte, bin ich nach Paris ermutigt, dass es doch noch gelingen kann, die Erderwärmung bis 2050 auf höchstens 2 Grad Celsius zu beschränken. Der Wille ist da.“

Dass auf Betreiben vom Klimawandel besonders betroffener Inselstaaten sogar das 1,5-Grad-Ziel im Vertrag stehe, wertete der Umweltminister als Beleg, dass der Ernst der Lage endlich von allen erkannt worden sei. Dafür spreche auch, dass künftig regelmäßig überprüft werden soll, ob der weltweite Klimaschutz noch auf dem richtigen Weg ist oder die Ziele und die Maßnahmen angepasst werden müssen. Wesentlicher Bestandteil der Gipfelergebnisse sei die Bereitschaft, die Anpassung an die Klimaveränderungen in ärmeren Ländern mit insgesamt jährlich 100 Milliarden US-Dollar ab 2020 zu unterstützen: „Das ist ein wichtiges Eingeständnis, dass es neben dem Klimaschutz auch Hilfen für die Anpassung an die Klimaveränderungen braucht, die längst weltweit spürbar sind“, betonte der Umweltminister. Zwar blieben Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die klimatischen Veränderungen weiterhin Herkulesaufgaben, aber die Richtung stimme und es sei eine neue Dynamik in den Prozess gekommen, bilanzierten Ministerpräsident Kretschmann und Umweltminister Untersteller.

Blaulicht

44-Jährige von zwei Männern überfallen

Von zwei Männern überfallen: 44-Jährige schlägt Räuber in die Flucht

Karlsruhe (pol). Eine 44-jährige Frau aus Karlsruhe war am Freitagabend um 21:28 Uhr mit ihrem Fahrrad allein auf dem Waldweg zwischen der Insterburger und...

Im Blickpunkt

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland hat pünktlich zur Urlaubszeit Stornierungstipps für den Notfall gegeben.

Kurzfristig Urlaub stornieren? Tipps vom Europäischen Verbraucherzentrum

Karlsruhe/Kehl (pm/cmk) Sommer, Sonne, Strand und Meer – wer wünscht sich das nicht? Pünktlich zur Sommerferienzeit freuen sich viele Menschen auf...

Podcast - Radiobeiträge Nachhören

thema_podcast_liz.jpg

Menschen helfen

thema_podcast_sonntagsfruehstueck.jpg

 

AlternativeFM wird Ihnen präsentiert von:

Alles zum KSC!

Kein KSC-Testspiel gegen Team von Ex-Coach Winnie Schäfer

Kein KSC-Testspiel gegen Team von Ex-Coach Winnie Schäfer

Karlsruhe (dpa/as) Das hätten die Fans sicher gern gesehen - ein Testspiel des KSC gegen die Mannschaft von Ex-KSC-Trainer Winnie Schäfer. Der hat...

Der KSC wird Ihnen präsentiert von:

Event-Tipp der Woche

Phil  wieder bei Flugplatz-Open-Air

Phil wieder bei Flugplatz-Open-Air

Bruchsal (pm). „Phil“ startet anlässlich des 20. Bandjubiläums durch und veranstaltet nach achtjähriger Pause wieder ein großes...