Viele Jungstörche im Südwesten: Allein bei Achern 31 Stück

Stuttgart / Achern (dpa/as) Sie waren einst vom Aussterben bedroht bei uns, inzwischen haben sich aber wieder über 1.000 Störche im Südwesten angesiedelt, bleiben teilweise sogar ganzjährig da. Auch das warme Wetter im Frühjahr hat dazu beigetragen, dass es dieses Jahr jede Menge Storch-Nachwuchs und genügend Nahrung dafür gibt. So zählt allein der Acherner Ortsteil Gamshurst 31 Jungstörche in den 16 Traditions-Nestern. Das bringt langsam aber auch Probleme...

 

Genügend Futter und gute Witterung

Das warme Wetter hat für einen Bruterfolg bei Weißstörchen im Südwesten gesorgt. In diesem Jahr gebe es so viele Jungstörche wie selten, sagte die Koordinatorin des Weißstorchschutzes in Baden-Württemberg, Ute Reinhard. Sie spricht von einem überwiegend guten Bruterfolg in den meisten Regionen Baden-Württembergs. Die Storchenbeauftragte kann insbesondere für die Region Oberschwaben sprechen. Dort sei der Bruterfolg "recht gut". In vielen Nestern säßen noch Jungstörche. Die warme Witterung hat bei Heuschrecken und Mäusen zur guten Entwicklung beigetragen, so dass der Speiseplan der Störche gut gefüllt ist.  Gute Aufwinde tragen dazu bei, dass Störche auch "weiter entfernte Nahrungsgebiete nutzen", erklärte die Expertin.

Storchzählung steht noch aus

Wie viele Weißstörche es genau in diesem Jahr im Südwesten gibt, ist noch nicht bekannt. Im Jahr 2017 gab es in ganz Baden-Württemberg rund 1055 Brutpaare. Reinhard rechnet damit, dass die Population in diesem Jahr voraussichtlich um zehn Prozent gestiegen ist. Die Zahlen liegen erst im Oktober vor.

31 Jungstörche allein in Achern-Gamshurst 

Auch in Achern (Ortenaukreis) siedeln sich immer mehr Weißstörche an. "In diesem Jahr haben wir im Ortsteil Gamshurst 16 Paare und Nester, und mit 31 Jungstörchen haben wir 10 mehr als im vergangenen Jahr", sagte Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern. Die Weißstörche gebe es dort schon seit 1969. Auffällig sei, dass die Weißstörche ihre Nester nur auf der Kirche, dem Pfarramt und dem Rathaus des 1700-Einwohner zählenden Ortsteils gebaut hätten, sagte Morgenstern. Die Dächer dieser Gebäude sehen dann auch entsprechend aus, sie sind großflächig mit weißlichem Kot bedeckt. Regelmäßig müssten auch die Dachrinnen und die Dachkehlen dieser Gebäude gereinigt werden, weil sich dort immer Nistmaterial - Moos, Gras und Federn - verfange. "Wenn das so weitergeht, haben wir ein Problem", meinte Morgenstern. Die Umgebung von Achern ist nach den Worten des Ortsvorstehers ideal für Weißstörche. Es gibt Wiesen und Felder, die regelmäßig gemäht werden, und Gräben. Die Tiere kommen so an ausreichend Nahrung.

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