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Mit Muskelkraft ums Ländle: Eine ganz besondere "Grenz"-Erfahrung

Karlsruhe/Baden-Württemberg (che) Morgen werden zwei Sportler aus Baden-Württemberg in Karlsruhe auf eine spannende Rundreise starten. Ute Jansen und Markus Frommlet wollen das komplette Bundesland grenzgetreu umrunden, allerdings ausschließlich mit muskelkraft-betriebenen Fortbewegungsmitteln. Mit dabei: herkömmlich Sachen wie Rennrad oder Inline Skates, aber auch ungewöhnlichere Gefährte wie Rollstühle, ein Liegeradtandem und ein Floß.

Zuerst war die Idee, dann die Route

Zuerst gab es die Idee, mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln eine Strecke zwischen Punkt A und Punkt B zurückzulegen. "Deutschland zu umrunden war aus Spaß unsere erste Idee, aber dazu brauch man natürlich als Berufstätiger auch die entsprechende Zeit und die haben wir eben nicht. Dann kam uns der Einfall: wir könnten ja Baden-Württemberg umrunden und wir kamen recht schnell darauf, dass die Grenze einen sehr interessanten Verlauf hat", erzählt die 46-Jährige Ute Jansen über die Entstehen der Tour "Rund um BW". Gemeinsam mit Markus Frommlet, einem Sportpädagoge aus Weinstadt, will sie möglichst viele verschiedene Fortbewegungsmittel dabei nutzen. Die beiden waren schon immer sportbegeistert und neugierig, haben zusammen mehrere Alpengipfel bestiegen und in ihrer Freizeit viele Sportarten ausprobiert.

"Da verläuft die Grenze mitten durch den Wald"

Bevor die Art der Fortbewegung geplant wurde, musste zuerst eine Route gefunden werden: "Wir haben zunächst mal recherchiert, wie die Grenze überhaupt läuft. Das weiß man ja normalerweise nicht so ganz genau", erklärt Markus Frommlet. "Dann haben wir versucht herauszufinden, wie man diese Grenze so exakt wie möglich abfahren kann und was man auch an Fortbewegungsmitteln dazu braucht. Da sind wir auf ganz erstaunliche Ergebnisse gestoßen." Im Odenwald oder im Nordosten Baden-Württemberg verläuft die Grenze mitten im Wald. Da überhaupt eine Strecke zu finden, sei gar nicht so einfach gewesen. Leicht fiel hingegen die Wahl des Fortbewegungsmittels: dort in der Pampa geht es nur mit dem Mountainbike voran. "Dann gibt es andere Grenzstücke, zum Beispiel an der Iller entlang von Ulm nach Memmingen. Da kann man natürlich wunderschön direkt am Iller-Radweg an der Grenze entlangfahren. Das ist ganz unterschiedlich", gibt uns der 54-Jährige einen Einblick in die Planung.

Markus Frommlet und das Longboard: keine innige Freundschaft

Insgesamt werden die beiden 16 verschiedene Fortbewegungsmittel nutzen: neben den eher gewöhnlichen Rennrädern und Mountainbikes wird es auch exotischer. Ein Floß steht genauso auf dem Plan wie ein Tretboot, mit dem Jansen und Frommlet den Bodensee von Meersburg nach Konstanz überqueren wollen. "Auf viele sind wir auch erst im Laufe der Planungen gestoßen und mussten natürlich viel üben", so Markus Frommlet. Ute Jansen lacht, denn das Üben war gar nicht so einfach: "Markus hatte ein bisschen mit Longboard zu kämpfen, aber inzwischen hat er es ganz gut raus." Schwieriger war für beide das Liegeradtandem: "Der Aufstieg, ohne dabei umzukippen, ist nicht einfach. Das muss man gleich in Fahrt bringen, weil man mit den Füßen ja oben liegt. Von daher ist der Start mit diesem Gefährt sehr schwierig. Da hoffen wir, dass wir ohne Umkippen gleich losfahren können. Wenn es mal rollt, geht es eigentlich." In Ulm wartet eine besondere Etappe: gemeinsam mit den Rollstuhlfreunden wollen die beiden Sportler die Stadt mit dem Rollstuhl durchqueren: "Mit denen haben wir auch bereits trainiert und das hat sehr viel Spaß gemacht", freut sich Ute Jansen bereits jetzt auf die Fahrt.

Die Logistik war eine enorme Herausforderung

Ein enormer Aufwand steckt auch hinter der Logistik. Schließlich können die beiden nicht einfach ihr Floß stehen lassen und dann mit dem City Roller weiterfahren. Das Floß muss auch versorgt werden: "Das war am Anfang gar nicht so einfach, sich das alles anzueignen. Zunächst mal die ganzen Sachen zu besorgen und dann auch noch ein Konzept zu entwickeln, wie man die ganze Sache logistisch über die Bühne bringt. Das war schon eine Herausforderung, das so auszutüfteln, dass das reibungslos läuft, aber ich hoffe, dass das klappt", ist sich auch Markus Frommlet noch nicht zu 100 Prozent sicher, ob alles gut geht. Doch prinzipiell könnte es direkt losgehen. Für den Start ist alles bereit, einzig für die Rennrad-Etappe ab Waldshut sind die beiden noch am Organisieren: "Auf dem Rennrad ein Zelt mitzunehmen, ist eher schwierig. Auch auf Inline Skates geht das nicht so gut. Von daher transportiert ein Unterstützer von uns die Sachen in einem Begleitfahrzeug, dann klappt das schon", sagt Jansen. Die Diplom-Ingenieurin unterrichtet als Lehrerin und wohnt in der Nähe von Sindelfingen.

Eine Aktion von ganz Baden-Württemberg

Gespannt sind beide auf die vielen Menschen, die sie kennenlernen wollen und werden: "Wir mussten im Vorfeld einige Städte und Gemeinden anfragen, weil wir mit dem Zelt nicht überall Campingplätze gefunden haben", erklärt Ute Jansen. "Jetzt haben wir dadurch schon so viele nette Kontakte an der Grenze kennengelernt und sind schon ganz gespannt, sie alle persönlich zu treffen. Wir freuen uns, dass es ein bisschen eine Gemeinschaftsaktion von ganz Baden-Württemberg geworden ist. Ich finde das ganz toll, dass uns so viele unterstützen."

Karl Drais verantwortlich für den Start in Karlsruhe

Los geht es morgen, am Samstag, um 9 Uhr vor dem Karlsruher Schloss. Warum gerade dort? "Wir haben ein bisschen recherchiert und haben festgestellt, dass Karlsruhe die einzige Stadt auf dem Weg ist, wo schon ein muskelbetriebenes Fortbewegungsmittel erfunden wurde: die Draisine. Zur 300-Jahr-Feier von Karlsruhe im vergangenen Jahr wurden neue Hightech-Draisinen entwickelt und diese Draisinen bekommen wir auch zum Start zur Verfügung gestellt." Wer die beiden verabschieden möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

Ute Jansen und Markus Frommlet wollen nach 22 Tagen wieder zurück in Karlsruhe sein. Wer sie auf ihrer Reise begleiten will: die beiden schreiben regelmäßig auf ihrer Homepage www.rund-um-bw.de über ihre Etappen.

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Kategorie: regio-news Karlsruhe

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